Montag 5. Mai 2008, 21.52 Uhr

Paul Hossfeld

Reality remains

http://www.paulhossfeld.com
Berlin | Deutschland

ausstellable

Fotografien, Videos, Installationen

Ausstellung 08. Mai - 01. Juni

Es sind einsame, unendlich leere Landschaften, die zu einem großen Teil die Bildmotive in den Photographien von Paul Hossfeld bestimmen.  In die Landschaftsaufnahmen des in Berlin und Frankreich lebenden Künstlers assoziiert der Betrachter unmittelbar die Epoche der Romantik hinein.

Ist es doch der Bildaufbau der Photographien selbst, der an diese Epoche der Kunstgeschichte erinnern lässt. Ging es in der Malerei der Romantik immer auch um den Moment des Sublimen als wesentlichen Bildinhalt, so lässt sich hier eine Parallele festmachen. Denn auch Paul Hossfeld geht es nicht um das bloße Darstellen von etwas, was real existent ist, sondern um den kontemplativen Moment an sich, auch wenn sich dieser, anders als in der Romantik, nicht mehr als transzendentale Naturerfahrung im religiösen Sinne verstehen will.

Die Landschaft als Ort einer vermeintlichen Sehnsuchtsäußerung ist es, die sich hier mit dem Blick in die Weite verbindet, so dass sich der Betrachter beinah bis ins Unendliche in ihr verlieren kann.

In der Renaissance wurde mit der Einführung der Zentralperspektive eine wesentliche Zäsur innerhalb der malerischen Bildkomposition vorgenommen, und genau diese setzt der Künstler in seinen Bildern, nicht nur in seinen Landschaftsaufnahmen, geschickt ein.

Denn zusätzlich zu ihnen hat Paul Hossfeld Bilder von Menschen und industriellen, urbanen Orten geschaffen. Generell ist es die Frage nach dem Realitätsbegriff, die von Paul Hossfeld in seinen Bildern diskutiert wird. Sind es doch seine Portrait-, Landschafts-, Stadt- und Industrieaufnahmen, die den Eindruck von zufälligen Momentaufnahmen entstehen lassen und doch gleichzeitig auf die Inszenierung des photographischen Blicks hin verweisen. Man findet in vielen seiner Bildsujets ein durch Dunkelheit kontrastiertes hervorgehobenes Licht,das mitsamt der vorgegebenen Form und Linienführung  des Dargestelltenauf einen Horizont verweist.

Dieser Rückgriff auf die Verwendung und Inszenierung von Licht ist es auch, der eine gestalterische Verbindung zwischen allen Bildsujets schafft.
Ihnen gemeinsam ist die Verwendung von klassischen Bildkompositionen der Malerei mit Fokus und Symmetrieachsen. Alle hier genannten Aspekte zusammen ergeben eine kompositorische Linienführung, die auf geometrischen Regeln aufbaut, eine klare Formsprache zum Ergebnis hat und den Blick des Betrachters in den Photographien Paul Hossfelds mitbestimmt.

( Text von Aboli Lion )

paul hossfeld

paul hossfeld

paul hossfeld

paul hossfeld

Sonntag 4. Mai 2008, 22.10 Uhr

Videoprojektion

sichtable

am donnerstag 22. Mai ab 19h30

Fischli & Weiss | der Lauf der Dinge - 30′ (1987)

der Lauf der Dinge

Paul Hossfeld | Vase - 2′11” (2005)

http://paulhossfeld.com/vase.html


vase